WRC: Voller Überraschungen

In den Mosel-Weinbergen

Interessante Classic-Starter

Ab 2013 kommt der Polo!

Fotos: VW, T. Pfahl

Wer im internationalen Motorsport mitspielen will, muss derzeit offenbar Sébastien /Sebastian heißen. Bei der ADAC Rallye Deutschland war es dieses Mal aber nicht Dauersieger Loeb, der am Ende ganz oben auf dem Treppchen vor der Porta Nigra stand, sondern sein Citroën-Markenkollege Sébastien Ogier.

Vom Start weg boten sich die beiden Franzosen mit ihren Citroën DS3 WRC spannende Fights - die Ford-Fahrer Jari-Matti Latvala und Mikko Hirvonen hätten sich viel zu gerne ins Geschehen eingemischt, hatten mit ihren Fiestas aber keine Chance. Schon früh machten hingegen die Minis auf sich aufmerksam: Daniel Sordo sorgte mit einem dritten Gesamtrang im John Cooper Works  WRC für die echte Überraschung des deutschen WM-Laufs.

Bis zur 13. von insgesamt 19 Wertungsprüfungen in den Mosel-Weinbergen, in Baumholder und dem nördlichen Saarland erarbeitete sich Loeb einen Vorsprung von knapp vier Sekunden auf Ogier. Ein Reifenschaden war dann die Chance für Ogier. Die geerbte Spitzenposition konnte er letztlich bis ins Ziel verteidigen. Seriensieger Loeb wirkte ein wenig enttäuscht: „Ich hatte vorher schon gesagt, dass jede Serie einmal endet. Es war eine gute Rallye, die wir ohne den Reifendefekt hätten gewinnen können.“ Ogier hingegen jubelte: „Eine Rallye zu gewinnen, bei der ein Teamkollege so stark ist, ist einfach genial. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich Super-Seb auf Asphalt schlagen könnte.“

Die Finnen Latvala und Hirvonen wurden in ihren Ford Fiesta RS WRC von Technikproblemen eingebremst. Auch der Deutsche Aaron Burkart kämpfte in seinem Fiesta mit Problemen. In der WM-Wertung führen daher die Citroën-Teams Loeb/Elena (192 Punkte) und Ogier/Ingrassia (167 Punkte) vor den Fords mit Hirvonen/Lehtinen (156 Punkte) und Latvala/Anttila (96 Punkte).

Bei VW war man hingegen zufrieden mit den Leistungen der Fabia-S2000-Piloten. Der Skoda wird bereits im Hinblick auf den Werks-Einstieg mit dem Polo (ab 2013) eingesetzt. Das Nachwuchsduo Hans Weijs Jr./Bjoern Degandt zeigte eine viel beachtete Leistung und belegte den zweiten Rang in der Super-2000-Kategorie. Ihre Teamkollegen Christian Riedemann/Michael Wenzel wurden Dritte und waren zudem mit Rang 15 im Gesamtklassement das beste deutsche Team überhaupt.

"Unser Test-Einsatz bei der ADAC Rallye Deutschland verlief absolut problemlos und hat uns erneut viele wichtige Erkenntnisse geliefert. Nach drei Siegen bei der Rallye Dakar müssen wir uns für die Rallye-WM in einigen Bereichen neu organisieren und möglichst viel Erfahrung sammeln. Unser Team hatte sich gut vorbereitet und hat den Einsatz fehlerfrei absolviert", so VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen.

Endstand:
1. Ogier/Ingrassia - Citroën DS3 WRC
2. Loeb/Elena - Citroën DS3 WRC
3. Sordo/Del Barrio - Mini John Cooper Works
4. Hirvonen/Lehtinen - Ford Fiesta RS WRC
5. Solberg/Patterson - Citroën DS3 WRC
6. Raikkönen/Lindström - Citroën DS3 WRC

WP-Bestzeiten:
Loeb - 9
Ogier - 6
Latvala - 3
Hirvonen - 1

Von: T. Pfahl

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