Windstärke 2

Scirocco SeitenansichtScirocco HeckansichtScirocco InnenraumScirocco KofferraumScirocco Motorraum

Es ist wahrlich nur noch sehr selten im Alltag zu sehen, das Wolfsburger Sportmodell der 80er Jahre. Die Rede ist vom VW Scirocco der zweiten Generation. Der diamantsilberne Typ 53b des Baujahres 1990 von Stephan Zehetmayr kann, wo immer er in der Szene auftaucht, überdies mit einem äußerst attraktiven, sportlichen Erscheinungsbild aufwarten. Ein besonderes Highlight bietet den Insassen das Interieur: Scirocco-Passagieren weht bei Bedarf ein frischer Wind der Kategorie “3” aus “Richtung Golf” entgegen.

Der Name “Scirocco” ist abgeleitet von “Schirokko”, einem heißen Wind in Nordafrika, der aus südlichen bis südöstlichen Richtungen von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht. Er entsteht durch die Temperaturdifferenz zwischen kühlen Tiefdruckgebieten in Nordafrika und der heißen Luft über der Sahara. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto stärker wird der Schirokko… Damit genug des geographischen Exkurses. “Scirocco” war jedenfalls seinerzeit genau die passende Bezeichnung für das von Design-Ikone Giugiaro entworfene, leichte und schnittige Coupé – davon war wohl auch die Wolfsburger Führungsetage überzeugt, als man im März 1974 den neuen Hoffnungsträger präsentierte. Gebaut wurde der anfangs als Nachfolger des beliebten Karmann Ghia gedachte Volkswagen bei Karmann. Nach rund acht erfolgreichen Produktionsjahren, am 31.03.1981, lief der letzte von 504.153 Scirocco Typ 53 vom Band. Sein Nachfolger setzte als Scirocco Typ 53b (Baujahr 1981 – 1992) die sportliche Baureihe fort. Später folgte dann der Corrado (1988 bis 1995). Und in diesem Jahr – rund 34 Jahre nach dem Start der ersten Generation – erlebt der VW Scirocco sein Comeback…

Bei kaum einem Modell aus der Wolfsburger Fahrzeugpalette war die Typologie derart umfangreich und von Änderungen geprägt wie bei der zweiten Serie des Sportcoupés.
Der mit völlig überarbeiteter Karosserie vorgestellte Scirocco 2 startete mit den Versionen L, LS, GL, GLS, GLI, GTI. Schon im August '81 änderten sich die Modellbezeichnungen. Nur noch fünf Modelle mit den Bezeichnungen CL, GL, GT, GLI und GTI standen zur Verfügung. Im September 1982 kam der Scirocco GTS hinzu, im August 1983 der Scirocco GTX. Das Modellangebot wurde im August 1984 neu gestuft: Den Einstieg machte nun der GT. Im August 1985 wurde der Scirocco 16V in zwei Varianten (GT und GTX) vorgestellt. Das Sondermodell Scirocco “Scala” erweiterte im September 1986 die Modellpallete. Die Scirocco-GTL-Version verschwand im August 1987 aus dem Programm. August 1989: Sowohl der Scirocco GTX als auch beide 16V-Varianten waren nicht mehr lieferbar. Der Scirocco GT 2 ersetzte den bisherigen Scirocco GT.
Am 22.09.1992 wurde diese zweite Baureihe eingestellt – mit dem vorerst letzten von 792.650 Scirocco, der binnen 18 Jahren vom Band lief.
 
Einen Scirocco GT 2 in “Diamantsilber metallic”, Baujahr 1990, angelte sich vor einigen Jahren  Stephan Zehetmayr. Eine ältere Dame wollte das gute Stück mit nur 88.000 Kilometern Laufleistung abgeben. Die  wenigen Fahrten im Monat zum sonntäglichen Kirchbesuch oder zum Kaffeekränzchen sollte fortan ein Audi quattro übernehmen. Einen Zweier-Scirocco in derart gutem Zustand und aus erster Hand findet man heute nur noch selten – der 31-Jährige überlegte denn auch nicht lange und griff zu.

Von: Andreas Ehm

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