Zum zweiten Mal in Folge war die Esprit-Arena in Düsseldorf der Austragungsort des legendären “Race of Champions”. Hier trifft sich die Crème de la crème des internationalen Motorsports und misst sich in einer ganz besonderen Dsiziplin. Wer würde sich hier durchsetzen? Rallye-Pilot oder Formel-1-Fahrer? Tourenwagen-Champion oder Motorrad-Ass?
Es ist schwer, auf einen Favoriten zu setzen. Denn der enge, 600 Meter lange Kurs und die unterschiedlichen Autos sind anders als alle Rennen, in denen die Teilnehmer zuvor angetreten sind. Dabei wurde das erste Dezember-Wochenende 2011 vom ersten „up!-Cup“ des jüngsten Wolfsburgers eingeläutet.
Wer es rechtzeitig mitbekommen hatte, konnte hier mehr oder weniger prominente Motorsport-Freunde sehen, die in einem reinen Spaß-Rennen gegeneinander antraten. Die genauen Regeln blieben den meisten Zuschauern zwar aufgrund der schlechten Akustik verborgen, aber es war schon lustig anzusehen, wie ein roter und ein schwarzer up! mit quietschenden Reifen durch die Halle sausten.
Am Ende gab es irgendwie auch einen Sieger und das war das Damen-Team bestehend aus Schauspielerin Natalia Wörner, Musikerin Lucy ("No Angels") und Moderatorin Verena Wriedt. Sie konnten sich gegen Lothar Matthäus, Oliver Pocher und Joko Winterscheidt durchsetzen.
Richtig spannend wurde es dann in den „echten“ Rennen: am Samstagabend ging es um den Nations-Cup. Je zwei Fahrer traten im Team gegeneinander an. Deutschland hatte mit Sebastian Vettel und Michael Schumacher sowie den „beiden Timos“ Glock und Scheider gleich zwei Eisen im Feuer.
Im Audi R8, KTM X-Bow, RoC-Buggy, Rallye-Fabia, Cup-Scirocco oder Nascar-Auto ging es auf die Piste. Am Ende standen – wie schon in den vier Jahren zuvor – der amtierende sowie der ehemalige Formel-1-Weltmeister auf der obersten Stufe des Treppchens.
Sind Formel-1-Fahrer also auch beim Race of Champions die lachenden Sieger? Nicht unbedingt, das bewiesen die Rennen am Sonntag. Der „Champion of the Champions“ wurde gesucht. Und schon kam es zum erhofften Duell Schumacher gegen Vettel, das der „alte Hase“ für sich entscheiden konnte.
Im Halbfinale musste sich „Schumi“ dann Le-Mans-Sieger Tom Kristensen geschlagen geben. Einen souveränen Durchmarsch legte hingegen WRC-Profi Sébastien Ogier hin, der als Rallye-Spezialist mit dem winkligen Kurs hervorragend zurechtkam und dabei auch eine echte Show bot. Am Ende stand er also als Sieger da. Wenn das mal kein guter Einstand ins VW-Werksteam ist…
Von: T. Pfahl
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