Racetruck

VW Caddy Seitenansicht

VW Caddy Heckansicht

VW Caddy Motorraum

VW Caddy Innenraum

Immerhin bietet der kleine Laster eine Menge Potenzial für begabte Schrauber. Das sieht auch Erwin Neumeier so, der sicherlich einen der auffälligsten Vertreter dieser Gattung fährt...

"Was für eine Farbe!", denkt sich der Betrachter und reibt sich die verblitzten Augen. Stimmt, der Lack ist schrill und bietet sicherlich eine Menge Stoff für angeregte Diskussionen. In erstaunte Gesichter sieht Erwin dann aber regelmäßig, wenn er erklärt, was da tatsächlich so intensiv in der Sonne glänzt: “Lichtgrün” nämlich, wie es Porsche in den 70er Jahren ganz offiziell im Programm hatte. Tja, andere Zeiten, andere Sitten! Auf jeden Fall schnellt der Kultfaktor des Caddy vor diesem Hintergrund gleich nochmal ein gewaltiges Stück in die Höhe.

Apropos Kult: Nur Hartgesottene werden die Standardmotorisierung als besonders cool bezeichnen, womöglich noch das urige Dieseltriebwerk bevorzugen. In diesem Fall durfte es dann doch etwas mehr sein – nicht zuletzt, um dem Zuffenhausener Farbton gerecht zu werden. Ein Sechszylinder-Boxer musste es nicht gerade sein, aber der 1,8-Liter-16V sollte sich recht gut im Vorderwagen des Caddy unterbringen lassen. Naja, so einigermaßen zumindest – denn die Liste der Veränderungen im Motorraum ist letztendlich doch etwas länger ausgefallen. Wo er schonmal dabei war, hat der Caddy-Customizer hier nämlich gleich richtig aufgeräumt. Die Spritzwand ist verschwunden, das Typenschild sitzt auf einem der Dome. Batterie und Ausgleichsbehälter sind nicht mehr zu finden, der Ausbau der Heizung schuf noch mehr Platz für eine cleane Umgebung. So erstrahlt letztendlich auch der auslackierte Motorraum in der hellen Wagenfarbe.

Doch Lack und Leistung sind nicht alles. Erwin hatte schon lange genug vom Caddy geträumt. Ein geeignetes Exemplar war aber nicht so einfach zu finden. Vermutlich standen sie zu jener Zeit alle noch im Dienste der Post oder diverser Behörden und Handwerksbetriebe. Als er dann für 500 Euro dieses – am 3. Mai 1987 erstzugelassene – Exemplar erstand, waren schon etliche Ideen für die Detaillösungen herangereift. Und so wundert es nicht, dass das sportliche Konzept (Porsche-Lack, 16V-Motor) in der kleinen Fahrgastzelle fortgeführt wird. Der komplette (Eigenbau-)Käfig im doch eher beengten Innenraum zeugt von der absoluten Konsequenz, mit der der Freisinger ans Werk ging. Auf einen Teppich verzichtet er ebenfalls, der Himmel ist lackiert. Fahrer und Beifahrer nehmen auf 16V-Sitzen Platz, ein 30er Victor-Lenkrad lädt zum fleißigen Kurbeln ein. Das Tevion-Radio mit Blaupunkt-Lautsprechern ist eher Makulatur: "Das brauche ich eigentlich nicht mehr – es ist einfach zu laut im Innenraum ohne Dämmstoffe!", grinst Erwin und klopft wie zum Beweis gegen die Türverkleidungen aus poliertem V2A.

Den vollständigen Text gibt es in der VW SCENE Ausgabe 12/2008. 

Von: Thomas Pfahl

Kommentare aus der Community

Du bist nicht angemeldet. Nur angemeldete User können Kommentare schreiben und beantworten.

Zur kostenlosen Registrierung geht´s im Bereich Community.

Bereits registriert? Dann melde dich über das Formular in der linken Spalte an und schreibe Deinen Kommentar!

motorfacts.deAUDI SCENEPORSCHE SCENEflash OPEL SCENEEASYRIDERSYOUNGTIMER SCENEHARDWOK