Pole Position

Fotos: VW Motorsport

Noch vor den letzten Läufen stand es fest: Mateusz Lisowski kann nicht mehr eingeholt werden und beendet seine Motorsportsaison 2011 als Meister im Scirocco R-Cup! Ausgerechnet auf seiner Lieblingsstrecke in Oschersleben machte er die Sache klar.

Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg im ersten Lauf des Wochenendes hatte der 21-jährige Pole seinen Vorsprung auf Ola Nilsson auf 67 Zähler ausgebaut.  Den harten Kampf um die weiteren Podiumsplätze, den die Formel-1-Stars Nick Heidfeld, Timo Glock und Kai Ebel als VW-Gäste von der Boxenmauer aus verfolgten, entschied Stefano Proetto zu seinen Gunsten, dicht gefolgt von Jan-Hendrik Ubben und Ola Nilsson.
 
Nach einer souveränen Vorstellung im Zeittraining münzte Lisowski seine dritte Pole-Position im Rennen in die Führung um und setzte sich Runde für Runde von seinen Verfolgern ab. Nach 14 Runden sah er mit 5,8 Sekunden Vorsprung die schwarz-weiß-karierte Flagge und schickte mit Sieg Nummer vier ein deutliches Signal an seine Verfolger. Diese hatten sich beim VW-Heimspiel – die Motorsport Arena ist nur eine gute Autostunde von Wolfsburg entfernt – ein beinhartes Duell um die Plätze zwei und drei geliefert.

Ola Nilsson konnte mit Rang vier nicht zufrieden sein. Zwar wahrte der Schwede seine theoretische Chance auf den Titel, allerdings hielt Lisowski alle Trümpfe in der Hand: Er brauchte nur vor Nilsson ins Ziel zu kommen. Allerdings gehen die Top 8 am Sonntag in umgekehrter Reihenfolge ins Rennen - es blieb also spannend. Ähnlich gute Aussichten auf den Titel hatte Moritz Oestreich in der Junior-Wertung. Der 19-jährige Sohn des ehemaligen DTM-Piloten Markus Oestreich steuerte seinen Scirocco auf Rang fünf und vergrößerte seinen Vorsprung somit auf satte 99 Punkte.

Am Sonntag erschwerte starker Regen dann den Kampf um die Positionen: Sieger wurde letztendlich der Inder Aditya Patel vor Moritz Oestreich, der damit vorzeitig die Junior-Wertung für Neueinsteiger gewann. Ola Nilsson, Lisowskis stärkster Konkurrent im Titelkampf, hatte die Entscheidung mit einer eindrucksvollen Aufholjagd lange offengehalten. Im Kampf um die Führung kollidierte der Schwede jedoch mit Daniel Lloyd und fiel auf Rang vier zurück. Patel und Oestreich waren vorbeigezogen, ebenso Lisowski – die Meisterschaft war damit entschieden.
 
Dessen Saisonverlauf spricht eine deutliche Sprache: Neun Rennen, vier Siege, immer auf dem Podium. Keine Ausfälle, bei allen Bedingungen schnell – der 21-Jährige aus Wieliczka bei Krakau hat die Saison dominiert und ist verdient der neue Meister. Er folgt auf Kris Heidorn, der im vergangenen Jahr Gesamt- und Junior-Wertung der einzigartigen Rennserie mit Bioerdgas-Antrieb gewann. Als neuer Champion der Junioren steht zudem noch vor dem Finale in Hockenheim (21./22. Oktober) Moritz Oestreich fest.

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