Mr. Wilson

Als leere Karosse kaufte Gerald den Typ3

Nach einem Jahr hatte der Oldie das Pickerl

Maßgeschneiderte Polsterung

Fotos: Stefan Kuberka

Warum heißt ein Auto Wilson? Die Antwort ist denkbar einfach: Warum nicht? Irgendwie gehört die Namensgebung für das Auto bei Gerald Träxler und seiner Familie halt einfach dazu. Schließlich hat er den hier gezeigten Typ 3 im übertragenen Sinne "mit der Flasche aufgepäppelt". Ansonsten hätte der Variant die Zeit wohl nicht überlebt.

Über den technischen Zustand des 69er Typ 3 beim Kauf lässt sich nicht viel sagen: Die Technik war nämlich schlicht nicht vorhanden. Motor und Getriebe fehlten ebenso wie Sitze und Lenkrad. Der Österreicher kaufte also im Prinzip eine Rohkarosse. Ein solcher (Neu-)Aufbau bedeutet bekanntermaßen eine Menge Arbeit, bietet aber auch viele Chancen. Und Gerald war nunmal scharf auf einen Typ 3 mit kurzem Vorderwagen: "Die, die ich fand, waren nur Langschnauzer. Und die wenigen Kurzschnauzer am Markt lagen weit über meinen Budget."

Erfahrung mit luftgekühlten Volkswagen war nach diversen Käfern und Bullis bereits reichlich vorhanden, und so konnte der Zustand des 1600 Variant ihn nicht weiter schocken. Am 5. Mai 2006 hatte er also endlich den langersehnten Typ 3 - oder zumindest das, was mal ein Typ 3 werden sollte. Einen Motor gab es zwar dazu, aber der passte leider nicht. "Für einen 69er braucht man einen Typ-3-Flachmotor mit Motorträger, da das Baujahr schon die Langschnauzertechnik mit der alten Karosse vereint", weiß Gerald.

Die Karosserie wiederum sah äußerlich gar nicht mal so schlecht aus, allerdings lag auch hier die Tücke im Detail bzw. in den versteckter liegenden Stellen. "Wie immer bei einer Vollrestauration findet man häufig Überraschungen hinter Spachtelmasse und Unterbodenschutz versteckt", grinst der 43-Jährige heute, "Bei diesem Auto hatte ich so einiges zu schweißen! Aber wenn man das bei einem guten Freund im Garten bei strahlenden Sonnenschein machen kann, ist das auch halb so schlimm!"

Den Variant zu komplettieren war gar nicht so einfach, mit den entsprechenden Verbindungen letztlich aber durchaus machbar. Ein besonderer Dank geht dafür an alle Helfer: Lupo und Mr. Breakfast von den Volksfranzosen, Alex und Gregor sowie Karin, Paul und Sidney.

Noch heute findet der schraubende Hobbymusiker immer wieder Teile, mit denen er sein Auto verbessert oder verschönert. Bevor Motor und Getriebe eingebaut wurden, erhielt die Schaltbox beispielsweise einen längeren 4. Gang (0,82 statt 0,88), beim Auspuff setzte man auf eine Over-the-top-Anlage.

Das Armaturenbrett wiederum stammt aus einem 65er TL und wurde für Wilson umgeschweißt. Die Kotflügel baute Gerald auf die L-Version um und rüstete Ausstellfenster nach. Immerhin: das Britax-Faltschiebedach war beim Kauf schon vorhanden - einem der geschätzten zehn Vorbesitzer sei Dank! Doch es gibt noch viele weitere Details, die man - im Gegensatz zu der auffälligen Schute über der Windschutzscheibe - nicht gleich sieht...

Die komplette Story gibt´s in der VW SCENE 04/12!

Von: TP

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