Low'n'slow

VW Käfer Seitensicht

VW Käfer Faltdach

VW Käfer Innenraum

VW Käfer Heckansicht

Das findet auch Wolf-Peter Schmidt, der bei seinem Käfer trotz aller (freiwilligen) Sparmaßnahmen eine klare Linie verfolgte: Der 67er Style wurde konsequent durchgezogen.

Okay, bevor jetzt der Run auf die letzten Käfer zum günstigen Kurs losgeht: Einfach nur kaufen und losfahren kann nicht unbedingt das Maß der Dinge sein. Eine gewisse Eigeninitiative, gute Ideen und das entsprechende Know-how sind schon gefragt. Und davon findet man bei Wolf-Peter definitiv genug: Als "Käfer- und Hot-Rod-Schrauber mit viel Herzblut" beschreibt sich der 46-Jährige selber. Das erklärt natürlich auch den Stil seines Autos: Da finden sich Moon-Embleme und die typische “Lady Luck” auf den Flanken, das Dach trägt Karos, und im Innenraum beherrschen Würfel die Szenerie. Die Optik spielte bei den Hot Roddern der 50er Jahre (bis auf die erwähnten Details) eben eine eher untergeordnete Rolle. Und doch ist es gerade das äußere Erscheinungsbild, das diesen 67er Käfer so besonders macht. Wolf-Peter hat nicht einfach nur die ursprüngliche Farbe runtergeflext – im Gegenteil: Schleiflack mit Metallsubstanzen und darüber getönter Klarlack beweisen, dass sich hier jemand  richtig Gedanken gemacht hat. "Dabei musste keine Beule oder Welle gespachtelt werden", gibt der stolze Käfer-Fahrer zu bedenken. Trotzdem ließ er das Blech nicht unangetastet: Das Faltdach eines Modells gleichen Baujahres schweißte er nachträglich ein.

Damit wären wir auch schon beim Konzept dieses Projekts: "Alles ´67" könnte das Motto lauten. Denn Wolf-Peter verbaute nur Teile, die für dieses Baujahr (bzw. die entsprechende Baureihe) gefertigt wurden. Das signalisiert er auch mit der "67" auf der Beifahrertür und dem Motordeckel. Unter diesem verrichtet dann auch tatsächlich ein 1200er dieses Jahrgangs treu, brav und ungetunt seinen Dienst – okay, bis auf den Empi-“Eco”-Auspuff... Damit die Optik dazu passt, machen weder die Reifenbreite noch das Fahrwerk den Käfer zum Extremsportler: Die 5,5 x 15 Zoll großen Empi-Räder tragen an der Vorderachse 145er, hinten 165er Firestones mit roten Zierringen. Auch das kann durchaus als Hot-Rod-typisch angesehen werden: Die so genannten Hi-Boys rollten ebenfalls auf recht schmalen Rädern und waren nicht übermäßig tiefergelegt. Oft hatte der Besitzer zudem die Kotflügel demontiert – darauf verzichtete Wolf-Peter bei seinem VW allerdings. Das hätte die typische Käfer-Form zerstört und im öffentlichen Straßenverkehr sicherlich immer wieder zu zeitintensiven Diskussionen geführt. Dem Schrauber aus Schwerte genügte es, die Stoßstangen verschwinden zu lassen. So kommen auch die mit diesem Modelljahr eingeführten stehenden Scheinwerfer besser zur Geltung, über denen weiße Blinker prangen.

Den vollständigen Text gibt es in der VW SCENE Ausgabe 12/2008. 

Von: Thomas Pfahl

Kommentare aus der Community

Du bist nicht angemeldet. Nur angemeldete User können Kommentare schreiben und beantworten.

Zur kostenlosen Registrierung geht´s im Bereich Community.

Bereits registriert? Dann melde dich über das Formular in der linken Spalte an und schreibe Deinen Kommentar!

motorfacts.deAUDI SCENEPORSCHE SCENEflash OPEL SCENEEASYRIDERSYOUNGTIMER SCENEHARDWOK