Locker vom Hocker

Fotos: D. Fourcade

"Seit früher Kindheit bin ich autoverrückt", erzählt Kai Hocker. Immerhin besitzt seine Familie eine Autoverwertung - ein Paradies für den begeisterten Nachwuchs. Doch vom gammeligen Schrottmobil ist sein Polo meilenweit entfernt - er ist mal locker für den ein oder anderen Pokal gut...

Die prägenden Erlebnisse seiner Kindheit führten Kai letztendlich nicht nur zur Auto-Begeisterung, sondern auch zu seinem heutigen Beruf. Als Kfz-Mechatroniker in einem VW/Audi-Autohaus ist er natürlich in erster Linie darum bemüht, die Kundenfahrzeuge am Laufen zu halten - und nicht zu verwerten. Noch mit 17 kaufte er sein erstes eigenes Auto: Den hier gezeigten Polo, an dem bereits Seitenschweller, Front- und Heckschürze verbaut waren.

"Es hat aber nicht lange gedauert, bis ich mich an meinem Standard-Auto sattgesehen hatte", resümiert Kai. Er besuchte seine ersten VW-Treffen und lernte Lupo-Fahrer Philip Rieß ("Zappel") kennen. Dessen Auto machte mächtig Eindruck auf den Polo-Eigner. Und Philip als gelernter Karosseriebauer bot auch gleich seine Hilfe an, falls Kai nachlegen wollte. Die fünfzehn Kilometer Entfernung zwischen den Wohnorten der beiden vereinfachten die Sache natürlich ungemein. Mittlerweile sind sie gut befreundet und sogar Arbeitskollegen.

Die gemeinsame Arbeit am Polo begann mit den "Klassikern": böser Blick und cleane Heckklappe. Das erste Sportfahrwerk, ein KW-Gewinde, folgte eine Woche später. "Dann stand er für mich optisch eigentlich schon gut da", erinnert sich Kai. Bis ihm  ein anderer Wagen reinfuhr. Doch der Polo wurde daraufhin nicht zum eingangs erwähnten, familieneigenen Betrieb gebracht, sondern neu aufgebaut: "Dann ging der Umbau erst richtig los!"

Kai hatte den Polo noch nicht einmal ein halbes Jahr, als er ihn wieder abmeldete und in die Halle stellte. Die Motivation drohte zwar mit den (winterlichen) Temperaturen zu sinken, trotzdem wurde nach Feierabend fleißig geschraubt. Nach den Umbaumaßnahmen sollte der Wagen bei der Lackiererei Lehn wieder komplett schwarz eingenebelt werden - wenn Philip sich nicht eingemischt hätte: "Ey Hogga - also wenn, dann machen wir es richtig!"

Also ging es zum Atelier Bohn in Hambrücken, wo man dem kompakten VW ein umfassendes Airbrush auf das Blech zauberte. Noch einige Schichten Klarlack drüber und ab ging´s zu den ersten Treffen im neuen Gewand. Die Polo-Story könnte an dieser Stelle zu Ende sein, wenn Hogga und Zappel nicht so unruhig wären. Denn auch wenn der Polo in seiner ersten Saison schon gut ankam - ein bißchen mehr musste doch noch drin sein!

Die komplette Story gibt´s in der VW SCENE 10/11!

Von: T. Pfahl

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