Graue Eminenz

VW Käfer 1200 Export

VW Käfer 1200 Export

VW Käfer 1200 Export

VW Käfer 1200 Export

Fotos: Gerald Sandrieser

Von Wasser zu Luft – 61er Käfer

Markus Kulacz hat schon mehrere schöne VW besessen, darunter ein Golf 1 Cabrio und einen Golf 3 GTI, die er beide selbst umbaute. Aber die hohe Verbreitung dieser Modelle war ihm ein Dorn im Auge – suchte er doch, wie jeder Freund von Veredelung, nach größtmöglicher Individualität. Kurzerhand entschloss er sich zu einem radikalen Wechsel der Elemente: von Wasser zu Luft. Dabei reiste er gleich 40 Jahre in die Vergangenheit.

Wenn schon Käfer, dann durfte es natürlich kein „moderner“ mit Panorama-Scheibe und McPherson-Federbeinen sein. Richtig klassische alte Optik war gefragt – aber natürlich mit Feinheiten an Style und Motorisierung, für die der gelernte Industriemechaniker eigenhändig sorgen wollte. Im Frühjahr 2004 kaufte er das hier gezeigte 1200er Exportmodell mit originalem Faltschiebedach. Der 1960 gebaute Käfer ist bereits ein 61er Modell mit der großen Modellpflege vom August. Er besaß Blinker statt Winker, hatte den 34-PS-Motor und den neuen flachen Tank, um die markantesten Maßnahmen des neuen Jahrgangs zu nennen. „Außerdem war er in diesem blassen Grün lackiert – sah cool aus“, erinnert sich der Neuhauser. Da der Wagen noch TÜV hatte, sollte er zunächst nur eine höhenverstellbare (Bundbolzen-)Vorderachse bekommen und hinten wollte Markus die Drehstäbe verstellen. Großer Schreck beim Ausbauversuch der Achse: Irgendwann in Vorbesitzerhand war die Vorderachse mit dem Fahrgestell verschweißt worden und genauso hatte man Karosserie und Bodengruppe „untrennbar“ miteinander verlötet! „Ich war erstmal sauer und enttäuscht“, erzählt der heute 32-Jährige. Des Käfers letzte Amtshandlung wurde die Fahrt als Hochzeitsauto, ehe ihn Markus wegstellte und einige Monate nicht mehr anrührte.

Im darauffolgenden Winter, nachdem der Frust verraucht war, machte er sich wieder am Typ 11 zu schaffen: Schließlich sollte der „Lufti“ sein nächstes Projekt werden und das würde er auch durchziehen! Zunächst mussten Karosserie und Fahrgestell voneinander getrennt werden. Mit Flex und Karosseriemeißel werkelte der Industriemechaniker eine ganze Weile, ehe das „Häuschen“ per Deckenkran abgehoben werden konnte. Nun zeigte sich das Ausmaß des Rostfraßes, der sowohl das Fahrgestell als auch die Karosse heimgesucht hatte. „Die Warmluftkanäle waren nicht mehr vorhanden“, lächelt Markus gequält. In einem Bereich von zehn bis 20 Zentimetern vom Schweller nach oben war das Blech mehr oder weniger stark „befallen“. Beide Endspitzen, alle vier Kotflügel („alte“ Ausführung ohne Blinker) und die rechte Tür sind neu, alles andere wurde mit Reparaturblechen, die Schwiegervater Franz selbst anfertigte und einschweißte, instandgesetzt. An beide vordere Seitenteilen und die hinteren Seitenwände musste Hand angelegt werden. Damit auch der Spaß nicht zu kurz kam, wurden die Kotflügel gleich für 16-zöllige Fuchs-Felgen gebördelt und im Motordeckel Luftschlitze vom Cabrio eingeschweißt.

Die komplette Story gibt's in der VW SCENE 03/11!

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