Glücksritter

VW K 70 LS Heckansicht

VW K 70 LS Felge (Fuchs)

VW K 70 LS Rückleuchte

VW K 70 LS Motorraum

VW K 70 LS Innenraum

Fotos: Dieter Debo

Wie viele Schrauber haben sich schon die Zähne ausgebissen, wenn es darum ging, einen ”Scheunenfund” günstig an Land zu ziehen? Doch es kann auch ganz anders kommen!

Wenn man von einem Scheunenfund oder ähnlichem hört, fragt man sich zuweilen selbst: “Mensch, irgendwann muss doch mal gut sein. So viele vergessene und verlassene Hallen oder Scheunen kann es doch auf unserem Planeten gar nicht mehr geben, in die nicht schon irgendein Neugieriger seine  Nase  hineingehalten hat.” Denkste! In regelmäßigen Abständen bekommt man immer wieder mit, dass sich jemand vor Freude die Schenkel blau haut, weil er durch Zufall an eine echte Rarität gekommen ist. Eine solche Gunst des Schicksals ereilte auch den Niederländer Paul Schipper , der sich mit seinem K 70-LS-Fund wirklich als Glückspilz bezeichnen kann.

Das Telefon klingelt. Paul nimmt den Hörer ab. Ein Bekannter ist am anderen Ende der Leitung und faselt irgendwas von einem alten Volkswagen, den er auf einem nahegelegenen Schrottplatz gesichtet hatte. Auf die Frage, um was für ein Modell es sich denn handele, konnte der Anrufer nicht antworten. Von der Neugierde gepackt, machten sich Paul und Kumpel Jan auf, um mal nachzuschauen, was der Kollege da meinte. Am Fundort angekommen, trauten die beiden ihren Augen nicht: Sie standen vor einem K 70, der sich in einem ausgesprochen guten Zustand befand. Als wenn das nicht schon genug Glück auf einmal gewesen wäre, war das Fahrzeug obendrein noch ein “LS”-Modell mit der großen 1,8-Liter-Maschine und 100 PS – Wahnsinn!

Was dann folgte ist wohl jedem klar: Da ein Auto, das lediglich 20 Meter vom Schredder entfernt steht, nicht teuer sein kann, nahmen die Jungs den VW auf der Stelle mit und bewahrten ihn so vor einem traurigen Ende. Bei der Restauration... nein, sagen wir besser, bei der Aufbereitung bestätigte sich die Vermutung, dass es sich hierbei um einen absoluten Glückstreffer handeln musste. Alle Bleche waren völlig unversehrt, lediglich an den hinteren Radläufen musste geschweißt werden. Trotzdem entschied Paul, dass der Wagen neu lackiert werden sollte – natürlich im Original-Farbton ”Sonnengelb”. Das alles ging recht schnell über die Bühne. Die Innenausstattung bedurfte lediglich einer fachkundigen Lederpflege, denn auch im Inneren des luxuriös ausgestatteten K 70 war nichts defekt, geschweige denn fehlte irgendetwas. Gleiches gilt für den Motor, der nur nach einem Ölwechsel verlangte. Sicherheitshalber wurden aber sämtliche Verschleißteile gleich mit ausgewechselt.

Mehr Gedanken machten sich Paul und Jan dann schon zum Thema Fahrwerk. Die zwei wollten den ersten Volkswagen mit Reihen-Frontmotor, Vorderradantrieb und Kofferraum doch tatsächlich tieferlegen! Da der K 70 über eine Vorderachse mit Querlenkern, Federbeinen und Stabilisator ähnlich wie beim Golf verfügt, hatte das Duo hier leichtes Spiel. Hinten besitzt die Limousine Schräglenker, aber auch Federbeine, so dass mit etwas Tüftelei eine Lösung gefunden werden konnte. Was will man auch machen, denn wo bekommt man schon ein Gewindefahrwerk für einen K 70?

Von: Kai Zell

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