Ehrliche Haut

Maplex 1 Buggy

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Fotos: Stefan Kuberka

Ungetrübter Fahrspaß - 67er Maplex-Buggy

Kann man puristischer unterwegs sein als in einem Buggy? Der Fahrtwind weht den Insassen (nicht nur) um die Nase, der Motorsound lässt die Ohren klingen und die Passanten drehen sich erstaunt um. Andreas Biallas hat mit seinem 67er Maplex 1 den ursprünglichen Spaß am Autofahren wieder entdeckt.

Darf Autofahren überhaupt Spaß machen? Diese Frage muss man sich in Zeiten von Mega-Staus und Umweltzonen immer häufiger gefallen lassen. Wir finden: ja, darf es! Andreas entdeckte seine Definition von "Fahrspaß" eher zufällig wieder: als Mitglied der "Oldtimerfreunde Kurl-Husen e.V." stellte er mit seinen Clubkollegen einige Traktor-Oldtimer in Bergkamen aus. Die betagten Schlepper erwiesen sich schnell als Publikumsmagnete auf dem Oktoberfest. Wie es dann so geht: man kommt ins Gespräch, fachsimpelt und schwärmt. Der Sohn des Veranstalters erzählte Andreas irgendwann von einem Buggy, den sein Vater abgeben wollte: "Ein roter Maplex - eigentlich zu schade zum Verschrotten", mehr konnte er nicht dazu sagen. Das reichte fürs Erste auch: die Telefonnummern wurden getauscht, eine Woche später stand Andreas in der Halle. "Ich hatte einen Haufen Müll erwartet", gibt der Dortmunder zu - und wurde überrascht: "Der war auf jeden Fall wieder auf die Straße zu bringen!" Mit vereinten Kräften konnte das gute Stück sogar zu einer kurzen Probefahrt bewegt werden. Der Verkäufer machte keinen Hehl aus dem Zustand seines Autos und überließ Andreas den letzten TÜV-Bericht, der Brief hingegen war abhanden gekommen.

"Die Beantragung eines neuen Briefes sollte sich aufgrund des TÜV-Berichts und des vorhandenen Fahrzeugscheines als das kleinste Problem herausstellen", weiß Andreas heute. Denn spätestens als der damalige Besitzer den Preis nannte, war die Sache für ihn klar: Das Auto musste er einfach haben! Er versuchte, sich seine Begeisterung nicht anmerken zu lassen und überlegte, wo er das Auto unterstellen könnte. Innerhalb der gewährten Bedenkzeit fand sich für den Familien-Traktor ein Platz in der Vereinshalle, somit stand die Garage für den Buggy zur Verfügung. In der Zwischenzeit hatte der Anbieter gemerkt, dass sein Preis weit unter den üblichen Kursen für derartige Autos lag. Trotzdem konnte Andreas ihn nach kurzer Diskussion davon überzeugen, die ursprünglich vereinbarte Summe zu akzeptieren. "Es dauerte unendlich lange, bis er endlich seine Unterschrift unter den Kaufvertrag gesetzt hatte", grinst Andreas. Mangels Abschleppöse wurde der Buggy dann auf eigener Achse in sein neues Zuhause gebracht. Die Straßenverkehrsämter hatten derweil die nächsten Hürden vorbereitet: eidesstattliche Erklärungen, beglaubigte Abschriften, Ersatzbrief und ein entnervter Buggy-Besitzer pendelten zwischen Dortmund und Unna, bis endlich alles seine Richtigkeit hatte. Es fehlte nur noch ein aktueller TÜV-Bericht.

Die komplette Story gibt´s in der VW SCENE 10/10!

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