1974er Käfer 1200 Standard

1974er Käfer 1200 Standard

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Tank, Tacho und Kilometer – mehr Zahlen braucht kein Mensch

Tank, Tacho und Kilometer – mehr Zahlen braucht kein Mensch

Die originale Maschine erledigt brav ihren Dienst

Die originale Maschine erledigt brav ihren Dienst

Stefan schraubt als Ausgleich zum Job an seinem Käfer

Stefan schraubt als Ausgleich zum Job an seinem Käfer

Kein muskulöser Motor, keine wummernde Hifi-Anlage. Stefan Christs Käfer ist echt Standard und wird so genutzt, wie es einst geplant war. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Stefan schraubt an Autos, um einen Ausgleich zur Arbeit am Computer zu haben. Dass er sich genau diesem Käfer gewidmet hat, den wir hier sehen, war dem Zufall überlassen.

Käfer gesucht – Zustand egal

Dass es ein Käfer werden sollte, stand schon früh fest: „Mein Opa hatte einen Käfer, mein Vater fuhr einen und ich werde einen restaurieren“, hieß die Devise. Anstatt nach einem guten Exemplar Ausschau zu halten, boten Stefan und seine Frau Franzi fleißig im Internet mit. Zustand: egal. Das Angebot an Käfern mit schlechter Basis – ohne ein besonderes Baujahr oder eine schicke Ausstattung – ist üppig. Ebenso hätte es ein 76er oder ein 61er werden können. 300 Euro – so viel war den übrigen Mitbietenden das Modell damals nicht mehr wert, und Stefan glücklich über das Schnäppchen. Einziges Problem: Franzi hatte sich im Ort vertan. Der Wagen stand nicht, wie vermutet, gleich um die Ecke, sondern knapp 500 Kilometer entfernt.

Der Käfer wies einige Blessuren und Rost auf

Am 1. März 2007 machten sich die neuen Besitzer auf gen Süden. Wie erwartet zeigte der Käfer einige Blessuren sowie Rost. Genau das Richtige für den ambitionierten Schrauber, der vor seiner Karriere als Industriemeister massive, schwere Getriebe, unter anderen im Bootsbereich herstellte. „Die Umstellung auf das kleine Werkzeug war schon hart“, witzelt Stefan heute. Doch bei zwei Jahren Restaurierungs-Phase gewöhnt man sich an so Einiges. Das Häuschen musste von der Bodenplatte abgenommen werden, um der braunen Pest den Garaus zumachen. Seitenteile und Spritzwand der Karosse sollten gründlich verarztet werden – immerhin zeigte sich die Bodengruppe in erfreulich gutem Zustand. Lediglich die Wagenheber-Aufnahmen waren hinüber, typische Stellen wie der Rahmenkopf hingegen in Ordnung.

Und er läuft und läuft und läuft...

Fahrwerksseitig sah es ebenfalls ganz gut aus. Die Vorderachse war allerdings so marode, dass Stefan lieber zum guten Gebrauchtteil als zum Schweißgerät griff. Typisch VW sprang der 34 PS starke 1200er Boxer nach dem Überholen des Vergasers ohne Murren an. „Ich hab bis heute nichts daran gemacht, nur auf kontaktlose Zündung umgebaut“, erzählt der Besitzer stolz. Und er läuft und läuft und läuft und läuft... Damit er dabei auch gut aussieht, ließ Stefan den Käfer wieder in originales Marinogelb hüllen – die gleiche Farbe, die er auch 1974 bei der Auslieferung auf der Blechhaut trug.

Die komplette Story gibt's in der VW SCENE 08/11!

Text: Anna Matuschek
Fotos: Peter Schulz

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