1967er T1

1967er T1 Kasten

1967er T1 Kasten

T1 Bus mit Luftfahrwerk

T1 Bus mit Luftfahrwerk

Wann der 1,8-Liter geschaltet werden sollte, zeigt das Shift-Light an

Wann der 1,8-Liter geschaltet werden sollte, zeigt das Shift-Light an

Der Holzboden im Innenraum erinnert an eine schicke Altbauwohnung

Der Holzboden im Innenraum erinnert an eine schicke Altbauwohnung

Die 40er Weber deuten auf eine gesunde PS-Ausbeute hin

Die 40er Weber deuten auf eine gesunde PS-Ausbeute hin

Beliebtes Sammlerstück – 67er T1 Kasten

Er ist verdammt cool, ultratief und dürfte so ziemlich jedes Herz einen Takt höher schlagen lassen: Christoph Wohns 67er T1 steht vom Feinsten auf dem Asphalt-Parkett. Und das Gerücht, dass alte Autos günstiger als neue sind, widerlegen Kauf- und Aufbaupreis.

Den T1 Bus gibt's nicht zum Schnäppchenpreis

Entweder man kauft sich einen Trümmer-Haufen, den jeder andere Normalsterbliche ohne Kummer in die Schrottpresse schmeißen würde, oder man nimmt sich einen mehr- oder weniger-Neuwagen für den Aufbau. Die Kosten bleiben unter dem Strich nahezu die Gleichen. Christoph kombinierte beide ”unangenehmen Eigenschaften” miteinander. Dass der legendäre T1 Bus nicht gerade zu Schnäppchenpreisen zu haben ist, ist kein Geheimnis. Unter dem Kosenamen ”Splitty” – das steht für die geteilte Frontscheibe, die aus Kostengründen verwendet wurde – steht die erste VW-Bus-Generation ganz oben auf der Liste der ”Als-Neuwagen-waren-sie-billiger-als-heute”-Autos. Unter 10.000 Euro findet man kaum noch ein einigermaßen taugliches Exemplar – außer man verirrt sich vom Glück gebeutelt in eine Fundgrube, deren Besitzer der Meinung ist, dass alte Autos nicht teuer sind. Oder: Man schaut sich im Ausland um. Dank niedrigem Pfund-Kurs fanden in den vergangenen Jahren so einige vermisste VW-Schätzchen in deutsche Gefilde zurück.

Dieses T1-Modell ist trotz der großen Heckscheibe sehr gefragt

So auch ein weißer 67er T1. Obwohl dieses Baujahr schon die große Heckscheibe trägt und auch nicht mit den enorm beliebten Warzenblinkern, sondern mit flachen Richtungsweisern ausgestattet ist, gilt diese Variante als äußerst gefragt. In Deutschland hätte Christoph höchstwahrscheinlich weit mehr als 15.000 Euro vom Konto plündern müssen, um in den Genuss zu kommen. Doch mit einer stylishen Kult-Kiste alleine gab sich der 23-Jährige nicht zufrieden. Der T1 bekam nebst einer mattschwarzen Lackierung einen Dachgepäckträger mit Leiter und eine satte Tieferlegung via Luftfahrwerk. Wer diese Sorte der Herablassung kennt, weiß die Vorzüge zu schätzen. Im Stand hängt die Karosserie rappeltief an der Erde, während der Fahrt absorbieren die Bälge nahezu jedes Schlagloch. Kein Wunder, dass Luxuslimousinen mit Stern, Ringen und VW-Zeichen mit diesem Accessoire ausgestattet sind. Luxuriös könnte man auch den Innenraum des Schönwalder Busses betiteln – zumindest, wenn man von ausgesessenen Handwerker-Sesseln ausgeht. Die durchgehende Sitzbank trägt schwarzes Leder, verfeinert mit dem VW-Nutzfahrzeug-Emblem, das in die Kuhhaut eingraviert ist. Mitbeteiligt an der Umsetzung war VW Cult Classics Allgäu – ein bekannter Name, wenn es um die etwas andere Modellierung luftgekühlter Klassiker geht.

Die komplette Story gibt's in der VW SCENE 11/11!

Text: Anna Matuschek
Fotos: Dieter Debo

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