VW lässt keine Nische unbesetzt. Und so haben nun auch die Wolfsburger ein viertüriges Coupé-SUV-Crossover vorgestellt. Im Gegensatz zum BMW X6 ist das Cross Coupé aber kompakter, zielt also eher in Richtung Nissan Juke – und ist vorerst nur eine Studie, die zeigen soll, was „morgen“ möglich wäre…
Die Studie basiert – als erstes, jemals der Öffentlichkeit präsentiertes Modell – auf dem neuen, modularen Querbaukasten (MQB) von VW. Die Studie ist mit 4.345 mm länger als ein Golf und kürzer als ein Tiguan. Genau zwischen diesen beiden Bestsellern sind auch die 1.868 mm für die Breite und 1.523 mm für die Höhe angesiedelt. Die Karosserieüberhänge sind sehr kurz, die Gesamtproportionen daher recht knackig.
Abseits asphaltierter Straßen setzt sich das Cross Coupé mit Karosseriewerten in Szene, die nahezu im Bereich klassischer SUVs liegen. So beträgt der vordere Böschungswinkel gute 24,2 Grad, der hintere im Hinblick auf den Geländeeinsatz 32,5 Grad. Das Cross Coupé kennzeichnet zudem eine offroadtaugliche Bodenfreiheit.
Prägend für die Optik sind die lange Motorhaube, eine völlig neue Frontpartiegestaltung, die weit nach hinten gerückte Kabine und die flache Fensterlinie. Die muskulöse Linienführung wird durch die großen 20-Zoll-Leichtmetallräder mit 265/45er Reifen noch verstärkt. Die von Walter de Silva und Klaus Bischoff gestaltete Frontpartie trägt unverkennbar die modernisierte Design-DNA.
Die Oberflächen im Innenraum sollen edel in ihrer Beschaffenheit wirken, gleichzeitig jedoch sehr robust ausgelegt sein. Über zwei Alu-Drehregler beispielsweise werden schnell und einfach die Antriebs- und Klimafunktionen geregelt. Vor dem breiten Schaltgriff für das 7-Gang-DSG befindet sich die Starttaste für die Motoren.
Die Motoren? Jawohl - das Cross Coupé besitzt gleich drei Motoren, die als Hybridsystem effizient zusammenwirken. Im Motorraum sitzen ein 150 PS starker TSI sowie ein Elektromotor mit 55 PS Leistung. Sie treiben zusammen oder jeweils einzeln die Vorderachse an. Im Allradmodus schaltet sich ein weiterer 120-PS-Elektromotor für die Hinterachse zu, dieser kommt auch beim rein elektrischen Antrieb zum Einsatz.
Da so keine Kardanwelle benötigt wird, konnten die Ingenieure im Mitteltunnel die aus acht Modulen bestehende Lithium-Ionen-Batterie unterbringen. Das Cross Coupé wiegt voll betankt 1.748 kg, kann 450 kg zuladen und über eine Distanz von bis zu 45 km rein elektrisch gefahren werden. Der Verbrauch des TSI-Motors soll im europäischem Normzyklus lediglich 2,7 l/100 km betragen.
Bei aller Nachhaltigkeit ist die in Tokyo gezeigte Studie auch sportlich. Das Cross Coupé beschleunigt in nur 7,0 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h. Sorgen allein die Elektromotoren für Vortrieb, wird die Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h abgeregelt.
Das Cross Coupé ist mit vier Einzelsitzen ausgestattet, die alle als Schalen mit einer fest integrierten Kopfstütze konzipiert wurden. Die Rücksitzlehnen und die Lehne des Beifahrersitzes können komplett nach vorn geklappt werden, um Surfbretter, Gleitschirme oder andere sperrige Utensilien unterzubringen.
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