PS-Festival


Essen Motor Show 2016

Motorsport, Tuning und Classic Cars, mehr als 500 Aussteller und 360.000 Besucher füllten die Hallen der Essen Motor Show 2016. Vom 26. November bis zum 4. Dezember versetzten viele Exponate die Besucher ins Staunen – sei es angesichts der abgefahrenen Tuning-Maßnahmen oder aufgrund der teilweise horrenden Preise, die für einige Oldtimer aufgerufen wurden.

Bleiben wir beim Thema Tuning: Einer der Kracher unter den VWs war das Crazy Car „Oklahoma Willy“ (siehe auch VW Scene 01-2017) in Halle 10, ein Projekt des Briten Perry Watkins. Er stattete einen Typ2 T1 mit einem Rolls-Royce-Viper535-Jet-Motor aus, der launige 5.000 PS leistet. Theoretisch könnte das Auto 430 km/h schnell fahren!
Und weil VW noch immer 40 Jahre Golf GTI feiert, zeigte der Hersteller anlässlich des Jubiläums zehn Exemplare der vergangenen 40 Jahre, darunter auch getunte Modelle.

Derweil umfasste die Sondershow „tuningXperience“ in den Hallen 1A und 12 in diesem Jahr rund 200 modifizierte Fahrzeuge aus ganz Europa. Die kreativen Köpfe reisten beispielsweise aus England, Finnland, Frankreich oder Ungarn an. Dabei scheinen Breitbauten und das Veredeln von Youngtimern besonders beliebt zu sein. Ein Trend, der sich schon im vergangenen Jahr andeutete und nun seine Fortsetzung fand. Laut Veranstalter waren in diesem Jahr so viele Fahrzeuge wie noch nie vor Ort.

Viel Zuspruch erhielten angesagte Tuning-Schmieden wie JP Performance, Liberty Walk, Simon Motorsport und Sidney Industries. Ihre Stände erkannte man am großen Menschenauflauf, insbesondere dann, wenn Sidney und JP höchstpersönlich Autogramme im Akkord schrieben. Auch Firmen wie Werk 34, HG- oder Friedrich Motorsport wussten die Tuning-Fans mit ihren Angeboten bei Laune zu halten.
Wer sich irgendwo zwischen Ersatzteilen, Werkzeugen, Hot Rods und Custom Show aufhielt, also in den Hallen sechs bis acht, wurde durch beinahe nonstop kreischende Bremsen respektive quietschende Reifen auf die Liveaction in der anliegenden DMAX-Motorsportarena aufmerksam gemacht. Die Driftfahrten sorgten für Applaus und herrlich stinkende Luft.
Wesentlich gediegener mutete der Classic & Prestige Saloon in Halle 1 an, in diesem Jahr mit einer Spezial-Präsentation „70 Jahre Ferrari“. Darüber hinaus boten 25 internationale Händler mehr als 250 auserlesene Automobile zum Verkauf an, manchmal, wie schon erwähnt, auch zu auserlesenen Preisen. Sechs- und siebenstellige Ziffernfolgen erinnerten schmerzhaft daran, dass so mancher Auto-Traum wohl immer ein Traum bleiben wird.
Apropos Traum: In einer Sondershow in Halle 3 sahen die Besucher der Messe zehn erfolgreiche Autos aus den ersten 20 Jahren DTM. Da hatte man direkt die Stars von damals vor Augen, seien es Ellen Lohr, Klaus Ludwig, Volker Strycek, Hans-Joachim Stuck usw. Nach anderthalb Wochen zog Geschäftsführer der Messe Essen, Oliver P. Kuhrt, eine positive Bilanz: „Die Essen Motor Show hat eindrucksvoll ihre Ausnahmestellung unter den weltweiten Automobilmessen bewiesen: Hier werden sportliche Fahrzeuge und Marken regelrecht gefeiert. Das war auch dieses Jahr stark spürbar.“ Und Hermann Tomczyk, Sportpräsident des ADAC, ergänzte: „Ich freue mich bereits auf 2017, dann feiert die ideelle Trägerschaft von ADAC und Essen Motor Show den 30. Geburtstag.“

Von: Text: Sarah Sauer Fotos: Dominique Fourcade, Heinz-Peter Keller, Sarah Sauer

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