El Vocho…


…zurück auf der Piste im 2011er „Turbo-Beetle“!


Gäbe es einen Spruch, der Guido Schütz und sein Verhältnis zum Automobil charakterisieren sollte, dürfte es vermutlich dieser hier sein: ein Leben ohne coole Kiste ist möglich, aber sinnlos! Den Beweis dafür tritt er mit seinem grandiosen 2011er Beetle an. Tief geduckt, mit lässigen Rädern im Hot-Wheels-Format und mit reichlich Druck unter der Haube sorgte Guido mit seinem aktuellen Boliden für sein eigenes Comeback in der Szene der außergewöhnlichen Volkswagen…
„Aus heutiger Sicht weiß ich gar nicht mehr so genau, warum ich mein Hobby an den Nagel gehängt habe“, blickt Guido Schütz mit verklärtem Blick zurück. „Anfang der 2000er, ich hatte damals gerade den Führerschein in der Tasche, bin ich mit meinem Polo 6N2 voll durchgestartet. Umfangreich umgebaut und mit einer Extraportion Hifi ausgerüstet, waren wir zwei äußerst erfolgreich in der Welt des db-Drag-Racing unterwegs. Einige Jahre später war mein Verhältnis zu Autos – vorsichtig ausgedrückt – eher praktischer Natur“.
Der Grund für den Abstand zur außergewöhnlichen Fuhre ist den meisten berufstätigen Autofreunden bekannt. Er lautet „Zeitmangel“. Diese Erfahrung musste auch Guido machen. Mit zunehmenden beruflichen Verpflichtungen musste er sein Hobby hinten anstellen. Seit seiner Selbständigkeit als Veranstaltungstechniker hatte er sich gar komplett aus der einst so geliebten Freizeitbeschäftigung verabschiedet. „Anfangs habe ich meine Autos, sprich die Nachfolger des Polos, zumindest tiefergelegt und mit schönen Felgen samt einer vernünftigen Musikanlage ausgerüstet“, erinnert sich Schütz. „Irgendwann reichte meine Zeit nicht einmal dafür!“.
Umso amüsanter ist die Tatsache, dass Guido Schütz seinen Weg zurück in die Welt der schönen, schnellen und lauten Autos durch seinen Job gefunden hat. „Das stimmt!“, bestätigt er, „ich hatte einen Auftrag für die technische Ausrüstung der Autoshow Tuning Day & Night in der Nähe meiner Heimatstadt Kerpen angenommen. Im Rahmen dieses Events habe ich etliche der alten Kumpels aus db-Drag-Zeiten wieder getroffen. Da ließ sich die Fragen, wo ich meinem Wagen abgestellt habe, natürlich nicht vermeiden“.
Die Antwort „ich habe kein Projektauto mehr“ schien nicht nur die Jungs von früher zu schockieren. Auch Guido ging nach dem Treffen mit seiner Vergangenheit in medias res. „Mit dem Ergebnis: ich brauche wieder ein Spaß-Auto“, klärt er auf. „Mit einer Einschränkung. Es sollte sich ausnahmslos als Daily Driver eignen und dennoch ausreichendes Potenzial zum Individualisieren haben. Die Form sollte also von Anfang an etwas hergeben“.
Schütz` erste Gedanken kreisten um einen jungen Porsche Cayman S. Kandidat Nummer zwei war ein gutes, gebrauchtes Audi A5 Coupé. „Durch Zufall, bei der Besichtigung des besagten Audis beim Audi- und VW-Händler unserer Familie, bin ich auf einen fast neuen weißen Beetle gestoßen. Mit großem 2-Liter-Turbo-Motor, toller Ausstattung und exakt dem Potenzial, nach dem ich suchte. Sobald ich dieses Auto gesehen hatte, waren alle weiteren Überlegungen Schnee von gestern. Ich unterschrieb den Kaufvertrag und war eine Woche später der Besitzer dieser lichten Schönheit!“.
Amüsanter Randnotiz: Auch Guidos Eltern fahren einen weißen New Beetle. „Sie haben sogar fast den gleichen, nur mit kleinerer Maschine“, bestätigt Schütz Junior. „Die haben sich natürlich über meine Entscheidung, bei VW zu bleiben, gefreut. Ihr müsst wissen, dass meine Lieben alle ein wenig VW-verstrahlt sind. Unser VW-Händler meinte sogar schon, dass meine Eltern einen Werbespot für den Beetle drehen sollten, da sie sich förmlich darum schlagen, wer ihn fahren darf“. Auch Guidos Onkel scheint voll und ganz vom VW-Virus befallen zu sein. „Aber hallo!“, lacht er. „Der Gute hat sich mit über 60 mal eben einen Golf VII GTI gekauft und ihn zur Rampensau umfunktioniert. Mit kompletter Abgasanlage, Power-Chip und 19-zölligen Oxigin Oxrock-Felgen. Die Letzteren sind eine sehr gute Wahl. Deshalb habe ich sie auch direkt im gleichen Format auf meinen Beetle schrauben lassen!“.
Die feisten schwarz-weißen Rundlinge im Hot-Wheels-Format 9,5 x 20 Zoll mit ihren 235/35 R20er Hankook-Evo-S1-Schlappen sind selbstverständlich nicht die einzige Veränderung an Guidos Beetle. „Der erste Umbau folgte bereits wenige Wochen nach dem Kauf  im Frühjahr 2012“, bilanziert Guido. „Er umfasste ein gekürztes H&R-Gewindefahrwerk, neue Xenon-Scheinwerfer, eine komplette 3-Zoll-Edelstahl-Abgasananlage inklusive Downpipe, ein Chip-Tuning und die von mir angefertigten Schriftzüge El Vocho: die mexikanische Bezeichnung für den Beetle“.
Für den ersten Umbau des Volkswagens zeichnen laut Guido Schütz die Herren Christian Kreher und Jan Kunschner, KBR Motorsport in Erfstadt, verantwortlich. Um die erste Stufe des Hifi-Ausbaus, bestehend aus einem GZPC 16.3SQ-ACT-3-Wege Frontsystem nebst diversen High-End-Supplements, kümmerte sich überdies der Brühler Musik-Spezi Jan Kunschner von SEK Car Hifi. „Die Jungs habe ich erst durch die Umbauten meines Beetles kennen gelernt“, lässt Guido aufhorchen. „Mittlerweile hat sich eine echte Freundschaft daraus entwickelt“. Kein Wunder, dass Schütz seine neuen Beetle-Buddies bereits in seine jüngsten Pläne eingeweiht hat. Im kommenden Jahr steht ein üppiger Turboumbau mit größerem Lader auf dem Programm. Zudem sollen die Oxigin-Räder durch ein Quartett neuer Rundlinge ersetzt werden. „Die Konkurrenz schläft nicht“, lacht Guido. „Wenn es nächstes Jahr wieder richtig auf die Piste geht, muss ich doch vorbereitet sein!“.



Tech Facts
Marke: Volkswagen
Typ: Beetle 2.0 TFSI
Baujahr: 2011
Motor: R4-Zylinder, wassergekühlt, mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, Hubraum 1.984 ccm, Chip-Tuning
Auspuff: 3-Zoll-Edelstahl-Abgasananlage inklusive Downpipe
Leistung: ca. 270 PS
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe, Vorderradantrieb
Fahrwerk: gekürztes H&R-Gewindefahrwerk
Bremsanlage: hydraulisch betätigtes Zweikreis-Sicherheitssystem, Umrüstung auf V-Maxx-Big-Brake (Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet und gelocht)
Räder: Oxigin Oxirock Black & White in 9,5 x 20 Zoll
Reifen: Hankook-Evo-S1 in 235/30 R 20
Karosserie: Stahlblech, selbsttragend, 2 Türen, Werkslackierung in Pure White, Xenon-Scheinwerfer nachgerüstet, Folierung „El Vocho“ auf den Fahrzeugflanken
Interieur: Schwarze Volllederausstattung, nachgerüstete Recaro CS-Sportster-Schalensitze, Laufschienen Einzelanfertigung, Rückschalen in Wagenfarbe lackiert, Lenkrad aufgepolstert und neu beledert, Interieur-Teile rot lackiert
Hifi: GZPC 16.3SQ-ACT-3-Wege Frontsystem, 1x GZHA 4200XII, 1x GZHA 2400XII für das Frontsystem, eingelassen in die Rücksitzbank, GZPW 10SPL Subwoofer

Von: Text: Marc Timmer, Fotos: Dominique Fourcade

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