Alter Bekannter

Der Essener setzt auf German Style

Die originale Form blieb erhalten

Der 1,8-Liter-Boxer mit 140 PS

Fotos: D. Gauert

Es ist die Begeisterung für alte Autos, die Marc Simmank auf den Käfer aufmerksam machte. Schon oft hatte der Essener den gelben 1303 gesehen, der von seiner Besitzerin gehegt und gepflegt wurde. Seit über zwanzig Jahren kannte er die gute Frau und ihr Auto. 

Umso überraschter war er im April 2008, als er das gute Stück eines Tages beim Opel-Händler wiederfand. Der kugelige Volkswagen passte nicht so recht zwischen die übrigen Gebrauchtwagen. Der Händler erklärte, der Käfer sei für einen Citroen in Zahlung gegeben worden. 

Die unerwartete Begegnung ging dem Karosseriebauer nicht mehr aus dem Kopf. Nach einer Woche sprach er mit seiner Frau darüber - und die wusste sofort, was passieren würde: Tatsächlich, am nächsten Tag hatte Marc den bis dahin weitestgehend originalen Käfer gekauft. 

Natürlich findet der German-Style-Freund ständig neue Details, die er verändert, ohne jedoch den Gesamteindruck allzu stark zu verfremden. "Das ist zum Teil noch der Erstlack", berichtet er stolz. So sieht man dem Käfer beispielsweise die Probleme bei der Kombination von Rädern und Bremsanlage nicht unbedingt an. 

Das ehrgeizige Ziel war es nämlich, die 4-Kolben-Anlage aus Kerscher/Porsche-Komponenten vorne und je zwei Kolben an den hinteren Bremsen mit HTN-Felgen in 8 x 15 ET35 (rundum) zu verbauen. Und zwar unter der Serienkarosse mit um 20 Millimeter breiteren Kerscher-Kotflügeln hinten. Und ohne dass die 195/50er Pneus in Bedrängnis kommen. 

Erschwerend kommt natürlich noch eine Tieferlegung hinzu. Mit H&R-Federn sowie gelben Koni-Dämpfern senkte sich der Käfer um 85 Millimeter ab, 50/40-mm-Spurverbreiterungen (vorne/hinten) brachten die Räder weit nach außen. Wie man sieht, ist das Vorhaben geglückt! 

Passend zum kernigen Auftritt hat Marc auch in Sachen "Leistung" nachgelegt. Der 1,8 Liter große Typ-4-Motor im Heck presst üppige 140 PS auf die Hinterräder. Dazu bedient er sich beispielsweise einer 69-mm-Kurbelwelle mit 94-mm-Kolben an erleichterten und gewuchteten Pleueln. 324°-Nocken steuern die Ventil-Öffnungszeiten, die Zylinderköpfe wurden entsprechend bearbeitet...

Die komplette Story gibt´s in der VW SCENE 01/12!

Von: T. Pfahl

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